"ABUSE & NEGLECT: CHALLENGES FOR THERAPY, PREVENTION & JUSTICE"

 ESTD Conference Berne, Switzerland: November (8) 9 - 11, 2017





Brücken schlagen zwischen Therapie, Prävention und Justiz

ESTD und ihre zweijährlichen Konferenzen

Die „Europäische Gesellschaft für Trauma und Dissoziation“ (ESTD – „European Society for Trauma and Dissociation“) ist eine europäische Organisation bestehend aus Klinikern und anderen Berufsgruppen aus dem Bereich Trauma und Dissoziation. Einer der Hauptziele ist es, das Wissen zu Trauma, Dissoziation und zu komplexen Traumafolgestörungen zu fördern (siehe Leitbild ESTD).

Internationale Konferenzen finden alle zwei Jahre statt, mit geraden Jahreszahlen bis 2016 (siehe estd2016.org, Amsterdam, Niederlande), und ungeraden Jahreszahlen seit 2017. 

Während der ESTD Konferenz 2017 werden wie in den früheren Konferenzen Vorträge zu Trauma und Dissoziation durchgeführt werden. Um jedoch die Situation von Opfern von Missbrauch und Vernachlässigung bestmöglich zu verbessern, werden auch Spezialisten aus anderen Berufsfeldern eingeladen, die sich mit Missbrauch in der Kindheit und im Erwachsenenalter, Vernachlässigung und Ausbeutung beschäftigen. 

Kindsmissbrauch und Vernachlässigung, sexueller Missbrauch: Eine Herausforderung für Therapie, Prävention und Justiz: 

Trotz des steigenden Bewusstseins für die fatalen und oft lang andauernden negativen Folgen von Kindsmissbrauch und Vernachlässigung als auch sexueller Gewalt im Erwachsenenalter werden die meisten Fälle nicht polizeilich gemeldet, und oftmals kommt es bei den gemeldeten Fällen nicht zur Anklage (Link). Diese Befundlage ist ein ernstzunehmendes gesellschaftliches Problem und stellt eine spezifische Herausforderung für Therapie, Prävention und Justiz dar. 

Unterschiedliche Gründe konnten als Erklärung für die geringe Anzahl an Berichterstattungen und tiefen Verurteilungsquoten beobachtet werden. Zum Beispiel:

  • Opfer befürchten oftmals, dass ihnen von Seiten der Verwandten, Therapeuten, Berater, Polizei/oder Justiz nicht geglaubt wird und entscheiden deshalb zu schweigen
  • Mythen und Fehlinformationen um das Thema sexuelle Gewalt, welches bei unterschiedlichen Berufsgruppen aus Therapie und Justiz beobachtet werden, behindern eine angemessene Therapie und Ermittlung.
  • Ein Strafjustizvollzug kann lange dauern und geht mit Strapazen für die Opfer einher. Dies führt zu hohen Abbruchraten.
  • Fehlen von ausreichenden Beweisen oder Täter, die nicht gefunden und identifiziert werden können, verhindern eine Verurteilung und verunmöglichen den Schutz weiterer potentieller Opfer.
  • Opfer kooperieren teilweise nicht ausreichend mit den Ermittlungsbehörden, oder sie sind wegen ihrer psychischen Erkrankung nicht fähig, adäquat zu kooperieren. Dies stellt insbesondere bei (komplex) traumatisierten Patienten eine Herausforderung dar.
  • In der Praxis hängt die Erfahrung von Gewaltopfern nicht nur von der Gesetzgebung und den eingebundenen Institutionen ab, sondern auch von den Begegnungen, die ein Opfer währen dem Prozess mit Therapeuten, Anwälten und Justiz hat und wie die einzelnen Spezialisten aus  den einzelnen Bereichen miteinander kooperieren.  

Obwohl Missbrauch und Vernachlässigung ein ernstzunehmendes Problem für Therapie, Prävention und Justiz darstellt, gab es bisher keinen internationalen Kongress, welcher ein Treffen aller Berufsgruppen und den gegenseitigen Austausch ermöglichte.


Missbrauch und Vernachlässigung können nicht über Nacht verändert werden. Es ist aber von grosser Wichtigkeit, dass ein gemeinsames kontinuierliches Engagement entsteht, um die Rechtsprechung, die Therapie und Prävention zu verbessern.


Brücken schlagen zwischen Therapie, Prävention und Justiz

Wir laden deshalb alle Berufsgruppen ein, die sich für die Verbesserung von Therapie, Prävention und Justiz im Zusammenhang mit Kindsmissbrauch und Vernachlässigung und sexuellem Missbrauch im Erwachsenenalter interessieren, an der ESTD Konferenz in Bern vom 9.-11- November 2017 teilzunehmen. Die unterschiedlichen Berufsgruppen beinhalten  Anwälte, Richter, Polizeiermittler, Präventionsspezialisten, Traumaberater, Therapeuten, Politiker und andere.


Wir freuen uns, Sie in Bern in der Schweiz im November 2017 begrüssen zu dürfen!

Das Organisationskomitee der ESTD 2017. 


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